Väter und Söhne

„Sie weigern sich, an etwas zu glauben, weil Glauben Engagement verlangt, und Sie haben Angst vor dem Engagement. Sie haben Angst vor dem Engagement, weil das alles von Ihnen verlangen würde. Und weil Sie nicht bereit sind, alles zu geben, geben Sie gar nichts. Und dann entschuldigen Sie sich damit, dass Sie Leidenschaft als Luxus bezeichnen; dabei wissen Sie in Ihrem Herzen ganz genau, dass diese Entschuldigung eine Lüge ist.“ (Väter und Söhne, Iwan Turgenjew)

„Ganz großes mätzchenfreies Theater“ (Berliner Morgenpost), ein „schauspielerisch intensives Erzähl- und Menschentheater eines wunderbaren Ensembles“ (nachtkritik.de) – die Kritiker sind voll des Lobes für Daniela Löffners Inszenierung von Väter und Söhne, die Ende 2015 im Deutschen Theater Berlin Premiere feierte. 2016 wurde sie für das renommierte Berliner Theatertreffen ausgewählt, 2017 erhielt sie den Publikumspreis der 4. Siegener Biennale. Wie begeistert die Zuschauer sind, zeigen zudem ausverkaufte Veranstaltungen und Beobachtungen wie diese: „So applaudiert, trampelt und erhebt sich das Theaterpublikum nach einem Abend, an dem es die Essenz des Theaters geschmeckt hat“ (Siegener Zeitung, Alexander W. Weiß).

Iwan Turgenjew schrieb seinen berühmten Roman Väter und Söhne 1861, die Theaterfassung, deren deutschsprachige Erstaufführung 1998 am Berliner Maxim Gorki Theater stattfand, stammt vom irischen Dramatiker Brian Friel. Arkadij und Bazarow, zwei junge Studenten, kehren für den Sommer in ihre ländliche Heimat zurück. Beide stellen aufgrund ihrer nihilistischen Überzeugungen die gegenwärtige Gesellschaft völlig in Frage: die Wissenschaft, die Kunst und sämtliche Konventionen. Ihre Negierung alles Bestehenden verweigert ihnen den Glauben an überhaupt etwas. Ihr Aktivismus kennt nur das einzige Ziel, die Welt neu zu erschaffen. Doch während Arkadij versucht, diese Vision aus den gegebenen Verhältnissen heraus zu entwickeln, sucht Bazarow die radikale Konfrontation mit seiner Umwelt. Wo liegt der Grat zwischen Idealismus und Pragmatismus, zwischen innerer Revolte und äußerer Anpassung, zwischen Bedingungslosigkeit und Kompromiss? Väter und Söhne ist ein Generationenbild und Familienpanorama, es erzählt vom ewigen Konflikt zwischen Jung und Alt, von Verändern und Bewahren. Wonach streben? Und was bleibt vom eigenen Wirken in der Welt?

Eingeladen zum Theatertreffen 2016.
Publikumspreis der 4. Siegener Biennale 2017.

Dimanche 17 MARS 2019 à 17h00
Lundi 18 MARS 2019 à 19h00

DURÉE 3h35 & entracte

Einführung zum Stück von Frau Simone Beck 1/2 Stunde vor jeder Vorstellung (in Deutsch).

Adultes 20 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu

Lieu: Grand Théâtre / Arrière-scène

Source : http://www.theatres.lu/SAISON+2018_2019